Why I Stopped Reading Books

Wenn man mir vor einem Jahr gesagt hätte, dass ich irgendwann nicht mehr zu einem Buch greife, dann hätte ich vermutlich mit dem Kopf geschüttelt. Bücher waren immer alles für mich. Je dicker das Buch, desto besser und je länger kann ich in meiner Traumwelt verweilen, mit den Charakteren mitfühlen und mein Umfeld ausblenden. Doch seit nun einem Jahr habe ich kein Buch mehr gelesen – und so wirklich traurig bin ich darüber auch nicht.

Ich habe hauptsächlich im Young und New Adult Romance, Fantasy Romance Genre als auch Historische Romane und Klassiker gelesen. Gerade das Young und New Adult Genre hat mir eine Zeit richtig gut gefallen und Klassiker wie F. Scott Fitzgerald haben mein Herz schnell erobert. Nicholas Sparks Romane haben mir viel Freude und Herzflattern, aber auch viele Tränen beschert und die Twilight-Saga wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Ich habe viel gelesen und ich habe selber viel geschrieben. Aber mit jedem Jahr, in dem ich älter wurde, wurde die Auswahl an Büchern auch immer schwieriger. Würde ich die Twilight-Saga, die ich 2006 zum ersten Mal gelesen habe, heute in den Händen halten, hätte ich die Bücher wieder in die Reihe gestellt – ebenso wie die Shades Of Grey, After und Will & Layken-Reihe.

Mit jedem Jahr, das ich selber bei Bookstagram und als Buchblogger unterwegs war, desto schwieriger wurde es für mich die Bücher für mich zu finden, die mich wirklich interessieren. Ich hatte das Gefühl, dass mit jedem Jahr, in dem ich in meinem Genre geblieben bin, nicht nur die Cover immer ähnlicher werden, sondern auch die Inhalte.
Versteht mich nicht falsch, Young und New Adult ist ein tolles Genre, aber wenn man sich die Klappentexte durchliest, dann liest sich ein Großteil als würde es nach dem Schema F geschrieben worden sein. Junge Frau X zieht in neue Stadt / beginnt neuen Lebensabschnitt, trifft auf jungen Mann Y, der aber irgendwie anders zu seinen scheint, aber ein Problem hat – oder irgendein Geheimnis, irgendeine Verbindung herrscht zwischen den beiden. Mir ist bewusst, dass dieses Genre nicht neu erfunden werden kann und irgendwo zwischen alles ist möglich und begrenzte Rahmenhandlung schwebt, aber ein bisschen mehr Innovation und Vielfalt wäre manchmal wünschenswert gewesen. Selbiges auch für die Young/New Adult Fantasy Romance Reihe.

Ich hatte begonnen Die rote Königin zu lesen, aber ich hatte das Gefühl, dass es ebenfalls wieder wie in einem Schema F abläuft, obwohl ich so häufig gelesen habe, dass das Buch wirklich gut sein soll. Ich kam nicht in die Story rein und habe es dann abgebrochen. Und das war tatsächlich einer der Momente, in denen ich auch gemerkt habe, dass mir das Lesen keinen Spaß mehr bringt. Dass ich das, was ich lesen möchte, derzeit einfach nicht in Büchern finde.

Vielleicht finde ich irgendwann meinen Weg wieder zurück zu den Büchern mit einem Buch, das mich wirklich fesselt, aber im Moment habe ich das Gefühl, dass die Bücherwelt einfach unfassbar entfernt von meinem Leben ist, dass ich es nicht genießen kann. Ich blättere aktuell liebendgern durch meine Kochbücher und manchmal greife ich zu einer Biographie zurück, aber für eine Weile kehre ich der Bücherwelt den Rücken zu und widme mich anderen Dingen, die derzeit meine Interesse geweckt haben.